Mobility Guardian 2020

vUSAF Event veranstaltet zur Zeit an drei WO ein Exercise für Militaryflieger, die eingetrage Mitglieder einer VSO- (virtual Special Operation) Gruppe innerhalb von VATSIM sind.
Bei dieser Übung werden unterschiedliche Szenarien vorgegeben. So mußten Truppen oder Material von C-17 über einem vogegeben Gebiet abgesetzt werden, wobei es aber die Möglichkeit gab, von "Aggressoren" in Form von Fighter gestört zu werden. Als Ausweg war entweder der Low-Level-Flight zu ausgewiesenen "Schutzzonen" vorgesehen oder der Eingriff eigener "Schutzfighter". Gestern waren "Störer" nicht vorhanden, sodaß 6 C-17 in Formationsflug ihre Aufgabe durchführen konnten. Da ich glücklicherweise als Letzter flog konnte ich mir die entsprechenden Kommandos bzgl Formation und Drop anhören ohne unmittelbar reagieren zu müssen. In ersten Augenblick Null Ahnung was zu erfolgen hat. Hatte aber ja genügend "Vorflieger" um agieren zu können.
Ist ja schon etwas Spezielles.
 
Und es geht weiter;
in VUL4 (leider wegen P3D-Crash am eigendlichen Termin keine Teilnahme aber Nachflug nach Acronis Restore) waren Truppen abzuholen und nach einen High speed pass river run über einem Ziel abzusetzten. Einem gewundenen Flußlauf mit 320 kts und nicht <2000 ft zu folgen war nicht ohne.
Jetzt fehlte nur noch Hajo als Aggressor.
 
Gestern (26.9.20) war der letzte Flug in diesem Übungsszenario. Für die C17-Teilnehmer (es waren diesmal nur zwei) war ein Flug zu einem abgelegenen Airfield vorgegeben, um dort Truppen im ERO-Status (Engine Running On-Load; auch Begrifflichkeiten werden gelernt) aufzunehmen. Nach einem low-level-run durch Schluchten sollten die Truppen nach einem Tactical Descent auf einem Airfield in dem ehemals "besetzten" Gebiet ausgeladen werden. Ich muß, zugeben Tactical Descent an diesem Airfield bedarf es noch weiterer Übung. Erschwerend kam hinzu, daß die Runway eigendlich für normale C17-Landungen zu kurz ist. Nach einem Go-Around und Tips vom Wingman mit Mühe und Not geschafft. Der Flug erfolgt unter Formationsbedingungen. Für mich in der Kommunikation und den zu beachtenden und zwischenzeitlich zugerufenen Vorgaben absolut ungeübt. Z. B. wie schätze ich aus dem Profil meines Vorfliegers den Abstand zu ihm ab. Gottlob hatte ich Swift-Radar geöffnet in dem ich auch dea Getümmle der Fighter hinter mir beobachten konnte. Auf welcher Seite Hajo stand blieb mir verborgen. Fazit: erfolg- und lehrreiche Übungstage. Großen Dank an die Ausrichter. Ich weiß jedenfalls, woran ich noch zu arbeiten habe und was zu vertiefen ist
. So macht Hobby Spaß.
 
Auch wenn ich den peinlichen Lacher des Abends verursacht habe, als aus meiner geplanten spektakulären Showeinlage ein schnöder Bauchklatscher wurde, war ich eigentlich "feindlich".

Leider habe ich mich auch taktisch verschätzt: Ich hatte mir einen eurer Flugpläne auf PlanG anzeigen lassen und sah, dass dort eine Low-Level-Route durch diverse Täler ging. Dort wollte ich euch frontal entgegenkommen und mit meiner Lichthupe blenden. ;) Das hat im Prinzip auch gut funktioniert, ihr kamt am einen Ende dieser Route an, als ich gerade am Ausgang der Route "eingeflogen" bin. Nur leider seid ihr in diese Route gar nicht eingebogen, sondern geradeaus weiter, so dass ich euch dann doch doof hinterherjagen musste, während natürlich eure Jägereskorte mir hinterherging.
Später ging mir dann auf, dass die von mir angezeigte Route euer Rückweg war...

Dass ihr euch dann auch durch meine Anwesenheit habt nicht irritieren lassen, müssten wir bei vUSAF eigentlich noch mal taktisch auswerten. Für das Event vielleicht in Ordnung, aber bei "scharfen" Manövern mit Freigabe von TacPack-Effekten u.ä. seid ihr danach sofort Fußgänger.

Auch meine vACC (Air Combat Command) Kameraden müssen sich fragen lassen, warum ich in einer F-5 hinter eine F-16 bzw. einer F-22 minutenlang hinterkurven kann, ohne dass ich abgeschüttelt oder vom jeweils anderen Kameraden ins Visier genommen werde.

Also, das Manöver hat sehr gute Erfahrungen generiert für kommende Events!


HAJO
 
Dass ihr euch dann auch durch meine Anwesenheit habt nicht irritieren lassen, müssten wir bei vUSAF eigentlich noch mal taktisch auswerten. Für das Event vielleicht in Ordnung, aber bei "scharfen" Manövern mit Freigabe von TacPack-Effekten u.ä. seid ihr danach sofort Fußgänger.

Ich bin ja absolut unerfahren in Reaktion von "Bedrohung". Also spielen wir das Szenarion mal durch. In den ersten VUL's waren ja "Safezonen" vorgegeben, die man versuchen konnte zu erreichen. Aber welche Chance/Möglichkeit hätte ich (oder generell ein Transporter) denn gestern gegen einen Fighter gehabt? Ansatzweise wäre ein Low-Level-Flight durch die Täler gewesen. Was übt denn vUSAF in diesem Fall? Ich möchte schon für das nächste Event präpariert sein, besonders wenn ich Dich als Agressor haben sollte. ;)
 
Das ist eine gute Frage... Zumindest "üben" tun wir das derzeit nicht, weshalb ich das auch bei uns angeregt habe, einfach mal in den Fokus zu stellen. Natürlich sind die Möglichkeiten eines "Heavies" begrenzt, wenn ein Jäger kommt, aber "straight & level" zu fliegen ist schon mal keine Alternative. Tiefflug, Kurven, Langsamflug, Konturenflug u.ä. sind Dinge, die mir als Jäger die Arbeit erschweren, mich Zeit kosten und damit der Eskorte die Chance bieten, mich abzudrängen oder abzuschießen.

Also, ich würde Tiefflug, enge Kurvenmanöver und verschiedene Geschwindigkeiten trainieren - alle im Tiefflung und so, dass man dabei nicht den Boden rasiert.


HAJO
 
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