Radiochecks - was heißen die Nummern eigentlich und wie geht das korrekt?

Ein Thema welches für gewöhnlich sowohl von Controllern als auch Piloten auf VATSIM falsch behandelt wird.

Die Zahlen von 1-5 haben einen Bedeutung, man kann diese nicht einfach "frei" wählen:

5: sehr gut verständlich (perfectly readable)
4: verständlich (readable)
3: schwer verständlich (readable but with difficulty)
2: zeitweise verständlich (readable now and then)
1: unverständlich (unreadable)

0 gibt es nicht, 1 ist das schlechteste.

Um das ganze im VATSIM Kontext etwas besser einordnen zu können.

5 wäre ein Pilot ohne Hintergrundgeräusche etc. welcher perfekt verständlich ist.
4 wäre ein Pilot mit Hintergrundgeräuschen, der aber verständlich ist.
3 wäre ein Pilot mit so störenden Hintergrundgeschäuschen, dass man ihn kaum verstehen kann, mit dem eine positive Kommunikation aber noch möglich ist.
2 wäre ein Pilot bei dem nur Teile der Nachricht überhaupt verständlich sind, mit dem also keine positive Kommunikation möglich ist.
1 wäre ein Pilot, welcher überhaupt nicht verständlich ist.

Die häufigsten Fehler beim Radiocheck auf VATSIM - von der korrekten Nutzung der Zahlen einmal abgesehen - ist, dass der Pilot die Frequenz auf der er sendet mitnennen muss und dass der Lotse das Callsign des funkprüfenden Flugzeuges nennen muss.

Das heißt ein korrekter Radiocheck sieht so aus: "Lufthansa 123, Radiocheck on 132.080"
Die Antwort des Lotsen muss das Callsign der funkprüfenden Station beinhalten, also zB "Lufthansa 123, read you 5".
 
VFR - Moderator
Vielleicht aber mal zum Sinn eines "Radiochecks"/"Verständigungsprobe":
Vor jedem Flug immer einen Radiocheck zu machen belastet in der Regel die Frequenz unnötig, ist aber scheinbar inzwischen fast schon zum Standard geworden, so oft wie ich das am Apron auf der Frequenz höre.
Zum einen hört ihr ja sowieso vorher in die Frequenz rein und merkt erstmal, ob und wie ihr den Kontroller hört. Wenn ihr dann Euren Einleitanruf hört, werdet ihr ja erstmal merken, ob der Lotse Euch hört. Ist die Verständigung so schlecht, dass der Lotse kaum etwas verstehen kann, wird er sich schon melden. Bekommt ihr gar keine Antwort, ggf. auch nach dem zweiten oder sogar dritten Anruf, dann hört der Lotse Euch ggf. gar nicht und würde dann ja auch einen "Radiocheck" nicht hören.
Sinn macht ein Radiocheck jedoch ggf., wenn ihr tatsächlich an Eurer Hardware oder Software im Audio-Bereich etwas grundlegend verändert habt und Euch tatsächlich nicht sicher seid, ob sich die Verständigung eventuell dadurch irgendwie verändert hat, oder wenn ihr vom Lotsen häufiger mal "wiederholen Sie"/"say again" zurück bekommt.
Noch zur Ergänzung - ich halte es für "Good Airmenship", wenn man als Readback auf einen Radiocheck dem Kontroller ebenfalls einfach zurück liest, wie man ihn hört.
 
Vielleicht aber mal zum Sinn eines "Radiochecks"/"Verständigungsprobe":
Vor jedem Flug immer einen Radiocheck zu machen belastet in der Regel die Frequenz unnötig, ist aber scheinbar inzwischen fast schon zum Standard geworden, so oft wie ich das am Apron auf der Frequenz höre.
Zum einen hört ihr ja sowieso vorher in die Frequenz rein und merkt erstmal, ob und wie ihr den Kontroller hört. Wenn ihr dann Euren Einleitanruf hört, werdet ihr ja erstmal merken, ob der Lotse Euch hört. Ist die Verständigung so schlecht, dass der Lotse kaum etwas verstehen kann, wird er sich schon melden. Bekommt ihr gar keine Antwort, ggf. auch nach dem zweiten oder sogar dritten Anruf, dann hört der Lotse Euch ggf. gar nicht und würde dann ja auch einen "Radiocheck" nicht hören.
Sinn macht ein Radiocheck jedoch ggf., wenn ihr tatsächlich an Eurer Hardware oder Software im Audio-Bereich etwas grundlegend verändert habt und Euch tatsächlich nicht sicher seid, ob sich die Verständigung eventuell dadurch irgendwie verändert hat, oder wenn ihr vom Lotsen häufiger mal "wiederholen Sie"/"say again" zurück bekommt.
Noch zur Ergänzung - ich halte es für "Good Airmenship", wenn man als Readback auf einen Radiocheck dem Kontroller ebenfalls einfach zurück liest, wie man ihn hört.

Allerdings, dieses ständige Radiogechecke lohnt einfach nicht. Man macht einfach seinen Einleitungsanruf und wenn man schlecht verständlich ist, wird einem das gesagt werden.
Ich sehe Radiochecks vor allem in drei Situationen als sinnvoll:
1) Wenn man einen Anlass hat zu glauben dass das eigene Radio ein Problem hat, zB wenn auf einer eigentlich geschäftigen Frequenz auf einmal länger Ruhe herrscht. Ist auf einer deutschen Enroutefrequenz mal länger als ein paar Minuten stille, werde ich nervös und checke mal mein Radio.
2) Wenn ich Anlass habe zu glauben, dass ich von Controller vergessen wurde, seinen Sektor schon verlassen habe, etc.
Auch da erinnert man den Controller mit dem Radiocheck daran dass man noch da ist (daher ist es auch so wichtig, dass der Controller das Callsign zurückließt - meine Company hatte vor einigen Monaten einen Intercept weil der Controller mehrere Radiochecks nur mit "Read you 5" beantwortet hat, ohne zu prüfen welcher Flieger es ist und der Flieger schon lange nichtmehr in seinem Sektor war)
3) Wenn ich Anlass habe zu glauben dass mit meiner Funkanlage etwas nicht in Ordnung ist, im Sinne von "wie viele meiner Hintergrundgeräusche hört man" etc.
Von Zeit zu Zeit kann Punkt 3 auch sicher nicht schaden um mal zu schauen ob man vielleicht dauerthaft laute Hintergrundgeräuscht hat, an denen man mal arbeiten könnte.

Dem Controller ein "read you 5 as well" zurückzulesen halte ich nicht für nötig, das belastet auch nur die Frequenz. Generell würde ich anderen nur sagen wie ich sie verstehe, wenn es Verständigungsprobleme gibt. Würde ich den Controller 3 oder schlechter hören, würde ich ihm das sagen. Aber solange alles gut ist, sehe ich keinen Grund das nochmal extra zu sagen.
 
RG Bremen - Mentor
Ich habe das Gefühl, dass es sich eingebürgert hat, um danach direkt mit der Clearance Anfrage zu beginnen. Keine Ahnung wo das herkommt, zu mal an der Funkqualität auch bei einer schlechten Verständigung dann ja eher nichts geändert wird :)
 
VFR - Moderator
Dem Controller ein "read you 5 as well" zurückzulesen halte ich nicht für nötig, das belastet auch nur die Frequenz. Generell würde ich anderen nur sagen wie ich sie verstehe, wenn es Verständigungsprobleme gibt. Würde ich den Controller 3 oder schlechter hören, würde ich ihm das sagen. Aber solange alles gut ist, sehe ich keinen Grund das nochmal extra zu sagen.
Hier gilt aus meiner Sicht wie immer - es kommt drauf an, wie voll die Frequenz ist. Zumindest mein Callsign sollte ich ja als Readback eh zurücklesen (das "Klick-Klick" mal beiseite gelassen) und wenn es jetzt nicht rappelvoll auf der Frequenz ist, passt ein "höre Sie 5" im Zweifel auch noch vor das Callsign. Da gibt es schlimmere "Quasseleien" auf dem Funk, die wirklich die Frequenz "verstopfen". Aber ja, beim mir gilt auch: je voller - je knapper. Das gilt ja zum Beispiel auch beim Abmelden auf der Parkposition. Ist auf der Frequenz Platz, dann halte ich es für eine nette Geste und mache es auch als VFR-Pilot - ist es voll, dann gehe ich einfach ohne Meldung vom Funk.
Wenn Piloten einfach ein wenig mehr Gespür für die jeweilige Situation auf dem Funk und für den "Workload" des Controllers hätten, dann wäre das Funken vermutlich auch wesentlich entspannter - was im Übrigen auch für das riesengroße Feld "Readbacks" gilt, die entweder viel zu spät oder zum Teil garnicht kommen und bei einer kurzen Lücke dann von anderen Piloten wieder nicht abgewartet werden, weswegen es ständig zum "blocked" kommt, das dann auch noch von einem Haufen von Piloten angesagt wird, womit die Frequenz noch weiter belastet wird.
Aber zum Thema "Entwicklung der Funkdisziplin auf VatSim" schreib ich jetzt lieber nichts mehr, denn sonst werde ich heute nicht mehr fertig mit dieser Abhandlung... ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal davon abgesehen, dass es bei manchen Piloten tatsache einfach nur eine Angewohnheit ist, vor quasi jedem Flug einmal zu fragen...

3) Wenn ich Anlass habe zu glauben dass mit meiner Funkanlage etwas nicht in Ordnung ist, im Sinne von "wie viele meiner Hintergrundgeräusche hört man" etc.
Von Zeit zu Zeit kann Punkt 3 auch sicher nicht schaden um mal zu schauen ob man vielleicht dauerthaft laute Hintergrundgeräuscht hat, an denen man mal arbeiten könnte.
Leider hat Windows 10 ja so massive Probleme mit normaler Audio-Hardware (sowohl mit fest verbauten Soundkarten/-chips als auch mit USB-Geräten), dass ich mir nach keinem einzigen Rechner-Neustart mehr sicher bin wie ich über den "Funk" komme. Seit AFV galt ja eh die Empfehlung nach jeder Änderung (effektiv: nach jedem Neustart) einmal die Level im Pilotenclient zu kontrollieren. Wenn man sich daran hält, dann kann das schon eine ganze Menge Fehler frühzeitig abfangen, bei mir ist ein und dasselbe Mikro z.B. mal viel zu laut und mal viel zu leise, weil Windows oder irgendein Programm permanent an der Lautstärke dreht und Windows sich manchmal einfach völlig in diesem nur noch fünffach verschachtelt erreichbaren Einstellungsfenster verkonfiguriert. Vor AFV hatte ich daher auch die Angewohnheit vor fast jedem ersten Flug einer Sitzung erstmal einen Radiocheck anzufordern.

Keine Ahnung was für Windows an Audio-Hardware plötzlich so schwer geworden ist, vor Windows 10 war das alles irgendwie zuverlässiger und andere Betriebssysteme haben da auch keine Probleme mit. Noch besser: Früher gab es sogar einen richtigen Lautstärkemixer in Windows, der auch Aufnahmegeräte abgedeckt hat... warum auch immer ausgerechnet der nun ersatzlos abgeschafft wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Ahnung was für Windows an Audio-Hardware plötzlich so schwer geworden ist, vor Windows 10 war das alles irgendwie zuverlässiger und andere Betriebssysteme haben da auch keine Probleme mit. Noch besser: Früher gab es sogar einen richtigen Lautstärkemixer in Windows, der auch Aufnahmegeräte abgedeckt hat... warum auch immer ausgerechnet der nun ersatzlos abgeschafft wurde.
Moin,
außer dass ich den Pegel des Mics in vPilot einstellen muss, finde ich die Mischmöglichkeiten ausreichend.

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Ich hab schon ewig kein Radio Check mehr gemacht, da ich die Hardware nicht verändert hab. (Mal davon abgesehen, dass ich bis vor 2 min nicht wusste, dass die Frequenz mitgewannt werden muss)
Ich als treuer SWIFT User, schaue nach dem Connecten auf der Cockpit Page nach meinem MIC Volumen. In meinen Augen auch ein TOP Feature. Genauso mache ich das, wenn ich lange nach dem Connencten nix auf der Frequenz höre. Ich schaue auf der Cockpit Seite, im Output ob etwas durchkommt und meine Hardware kaputt/falsch eingestellt ist.
So ein Feature währe für xPilot/vPilot sicher auch mal Sinnvoll. Kann ja auch nur ganz klein sein.
Das würde vielen Sicherheit bringen, dass ihr Mikro geht und sie würden wahrscheinlich weniger Radio Checks machen.
Oder einfach Swift verwenden 😛
 
Ich muss ehrlich sagen, dass ich in den letzten Jahren eigentlich nie einen Radiocheck wegen meiner Hardware gemacht habe, außer ein Pilot/Lotse sagte mir ich sei schlecht zu verstehen. Trotz diversen Änderungen. Bei jedem Systemstart, etc. einen Radiocheck zu machen erachte ich nicht als nötig. Wenn beim Initial Call etwas nicht stimmt, wird man mir das schon sagen...
 
RG Frankfurt - Mentor
Tatsächlich trifft es da die Realität sehr gut. Ich musste früher, wenn im Frühdienst die Sektoren wieder auseinander gelegt werden, mit dem Notfunkgerät immer Radiochecks machen. Dafür haben wir aber einfach eine Anweisung gesendet und wenn die Antwort kam, war alles gut. Gleiches Prinzip. Wenn was nicht stimmt wird man es merken. Schätze mal es wird noch immer ähnlich gehandhabt.
 
VFR - Moderator
Ich schaue auf der Cockpit Seite, im Output ob etwas durchkommt und meine Hardware kaputt/falsch eingestellt ist.
So ein Feature währe für xPilot/vPilot sicher auch mal Sinnvoll. Kann ja auch nur ganz klein sein.
Auch beim vPilot und xPilot gibt es eine "Aussteuerungsanzeige" anhand derer man das Mikrofonvolumen einstellen kann und mit der man beim Sprechen grundsätzlich zumindest sehen kann, ob überhaupt etwas beim Micro "ankommt" und wenn ja wieviel. Wei schon gesagt wurde, gehört es eigentlich zur "Checkliste", vor dem Flug auch das Funkgerät zu testen und einfach mal einen Blick auf diese Anzeige zu werfen. Einen "Loopback"-Test gibt es allerdings dort noch nicht.
 
Zwar offtopic, aber weil es gerade erwähnt wurde: 123,45 ist ja real die „quaselfrequenz“.
Gibt es die tatsächlich auch auf VATSIM? Und falls ja, wie bzw. in welchem Umfang kann man diese nutzen?
 
Strenggenommen sollte man sie nicht nutzen. Wenn Du aber mit Kollegen einen Gruppenflug unternimmst und ab und zu ein paar Details austauschen willst, ist 123.450 sicher eine gute Alternative. Seid euch aber bewusst, dass nur 122.800 auf 15 NM rund um die sendende und weitere 15 NM um die empfangende Station begrenzt ist - alle anderen Frequenzen senden bis zur virtuellen Horizontlinie.

Für ausführliche Gespräche empfehle ich die Nutzung von Discord oder Teamspeak.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das Gefühl, dass es sich eingebürgert hat, um danach direkt mit der Clearance Anfrage zu beginnen. Keine Ahnung wo das herkommt, zu mal an der Funkqualität auch bei einer schlechten Verständigung dann ja eher nichts geändert wird :)
Und vor allem: Ein Radio Check ist kein Einleitungsanruf.

Spätestens nach dem fünften Radiocheck des Abends beantworte ich die auch nur noch mit einem genervten "five" ohne Beiwerk...
 
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