VFR bei Vatsim bei realen X-Ray Bedingungen

Gestern war mal wieder so ein absoluter Katastrophentag in NRW was das Wetter anging. Zu Recht meldete dann das Düsseldorfer ATIS dass nur Cat 2 und 3 Ops verfügbar waren. Der Turm war besetzt.

In der Realität gibt es da keine zwei Meinungen - VFR bleibt man am Boden. Wenn man im Flugsimulator wie sonst auch Real World Wetter einstellt, dann hat man auch keine Freude am Fliegen, es sei denn man möchte mal überleben in IMC üben.

Wie sieht es an solchen Tagen eigentlich aus Sicht von Vatsim aus? An normalen Tagen ist es ja durchaus üblich, dass man auch nachts "Tag" einstellt, die Uhrzeit also variieren darf. Das Wetter dagegen selber kann man zwar auch einstellen wie man will, erwünscht ist aber glaube ich schon Real World Wetter.

"Darf" man an solchen Tagen VFR an einen besetzten Platz fliegen (man kann ja problemlos im Simulator brauchbares Wetter einstellen), oder ist das nicht erwünscht?
 
Einfach CAVOK o.Ä. einstellen, sonst kommst du im Winter ja gar nicht in die Luft. Wind und QNH spielen bei den kleinen Mühlen unter VFR auch nicht so die Rolle, weil du eh nicht gestaffelt wirst. ATIS kannst du dann natürlich knicken, aber wenns um den Sprechfunk geht, absolut kein Problem.

Könntest in den Remarks noch "Daylight CAVOK" oder sowas reinschreiben, wobei ich nicht weiß ob die Lotsen das lesen.
 
Könntest in den Remarks noch "Daylight CAVOK" oder sowas reinschreiben, wobei ich nicht weiß ob die Lotsen das lesen.
Wir gehen generell davon aus, dass VFR-Flieger unter VMC und bei Tag unterwegs sind. Daher muss man auch SVFR bzw. NVFR aktiv anfragen. VFR ist also kein Problem, selbst wenn der Flughafen offiziell Low Visibility Procedures fährt. 🙂

Wovon man vielleicht Abstand nehmen sollte ist, selbst im Simulator Sauwetter zu haben und trotzdem normal VFR zu filen, weil wir eben davon ausgehen, dass anderer Verkehr gesehen werden kann und sich VFR-Flieger selbst separieren.
 

Dominik Samuelis

842558
RG Frankfurt - NAV
"Darf" man an solchen Tagen VFR an einen besetzten Platz fliegen (man kann ja problemlos im Simulator brauchbares Wetter einstellen), oder ist das nicht erwünscht?
Klar, welches Wetter und welche Tageszeit Du eingestellt hast interessiert den Lotsen nicht.

Wichtig für den Lotsen ist, dass Du bei gleichem QNH und idealerweise auch Wind wie real fliegst, weil das für die vertikale und laterale Staffelung kritisch ist.

Wie oben schon geschrieben gehen die meisten Lotsen bei VFRlern davon aus, dass sie daytime VMC fliegen, und specials wie NVFR oder SVFR requested werden.
 
Danke für die Antworten - ich bin gestern mal von Hamm im Simulator abends bei "Day" und "Real World Weather" geflogen und das war wirklich richtig bescheiden, auch wenn der FSX mit seinem Wetter natürlich noch meilenweit vom FS2020 entfernt ist. Ist halt wie in der Realität - ich warte jetzt schon seit Wochen auf meinen ersten Überlandflug, aber unter der Woche muss ich arbeiten und am WE ist Nebel, Eis und Wind. Immerhin ist es nur ein Hobby - ich muss nicht fliegen, und mit der Einstellung gehe ich auch an die Sache ran.
 

Dominik Samuelis

842558
RG Frankfurt - NAV
Du meinst bestimmt: mit dem QNH, das gerade im sim herrscht, oder? Oder gibt es Unterschiede zwischen dem, was der altimeter anzeigt und dem, wie es reported wird?
Ich meinte, das Wetter im Sim so einzustellen, dass der Luftdruck im Sim dem QNH aus dem VATSIM-METAR entspricht (welches wiederum in 99% der Fälle dem Realwetter entspricht, daher kann man auch den realen QNH einstellen).

Eventuell steigt man auch mit einem Rasenmäher mal über die transition altitude, und da gibt es ansonsten Abweichungen in der Höhenübertragung. Beim sinken unter den TL gibt der Lotse ja dann auch den QNH aus dem VATSIM-Wetter für den entsprechenden Platz, was bei abweichendem QNH im Sim ansonsten auch Konfusion geben kann.
 
Ich meinte, das Wetter im Sim so einzustellen, dass der Luftdruck im Sim dem QNH aus dem VATSIM-METAR entspricht (welches wiederum in 99% der Fälle dem Realwetter entspricht, daher kann man auch den realen QNH einstellen).

Eventuell steigt man auch mit einem Rasenmäher mal über die transition altitude, und da gibt es ansonsten Abweichungen in der Höhenübertragung. Beim sinken unter den TL gibt der Lotse ja dann auch den QNH aus dem VATSIM-Wetter für den entsprechenden Platz, was bei abweichendem QNH im Sim ansonsten auch Konfusion geben kann.

Unterhalb der Übergangshöhe kann man das dadurch lösen, dass man zwar den vom Lotsen genannten QNH zurückliest, aber den QNH laut eigenem Wetter eindreht (im FS: Taste B). Dann stimmt die angezeigte Höhe.
 

Dominik Samuelis

842558
RG Frankfurt - NAV
Und oberhalb der TA liegt es eben in der Verantwortung des Piloten, dann den Standard-Luftdruck (1013,25 hPa) +- der Differenz zwischen VatSim- und Simulator-Luftdruck einzudrehen, um auf dem korrekten FL unterwegs zu sein ;)
Ja, das ist dann halt oft eine 50/50 Wahrscheinlichkeit, das richtig zu rechnen, weil rechne ich jetzt plus oder minus 😁. Das ist für die Höhenabweichung dann ein "double or nothing" Spiel.

Deswegen lieber im Wetter den lokalen QNH einfach auf Realwetter setzen, dann braucht man hier auch nichts zu rechnen 😄
 
Leider nervt der FSX dauernd mit falschem Luftdruck wenn man 1013,25 über 5000 Fuß einstellt...

Ansonsten: Stellt man den Luftdruck höher ein zeigt der Höhenmesser mehr an. Fliegt man in ein Tief zeigt der noch auf den Hochdruck eingestellte Höhenmesser daher zu viel an. "Vom Hoch ins Tief geht schief".

Aber ich verstehe richtig - nicht das Controller QNH sondern auf "B" drücken gibt das richtige Simulator- QNH... das war mir neu und hab ich bisher falsch gemacht. Wieder was gelernt!
 

Lars Bergmann

1357290
ATD - Prüfer
RG Bremen - Mentor
Leider nervt der FSX dauernd mit falschem Luftdruck wenn man 1013,25 über 5000 Fuß einstellt...

Ansonsten: Stellt man den Luftdruck höher ein zeigt der Höhenmesser mehr an. Fliegt man in ein Tief zeigt der noch auf den Hochdruck eingestellte Höhenmesser daher zu viel an. "Vom Hoch ins Tief geht schief".

Aber ich verstehe richtig - nicht das Controller QNH sondern auf "B" drücken gibt das richtige Simulator- QNH... das war mir neu und hab ich bisher falsch gemacht. Wieder was gelernt!
wenn du mit realem Wetter unterwegs bist sollte Controller QNH und "B"-QNH (ungefähr) das gleiche sein :D
 

Michael Wellner

1024937
VFR - Moderator
Ja, das ist dann halt oft eine 50/50 Wahrscheinlichkeit, das richtig zu rechnen, weil rechne ich jetzt plus oder minus 😁. Das ist für die Höhenabweichung dann ein "double or nothing" Spiel.
Deswegen lieber im Wetter den lokalen QNH einfach auf Realwetter setzen, dann braucht man hier auch nichts zu rechnen 😄
Da stellt sich dann natürlich die Frage, welche Qualifikation GA-Piloten eigentlich haben müssen, um einen Gegenstand mit 1t in einer Höhe von rund einem Kilometer mit 150km/h über die Köpfe anderer Menschen bewegen zu dürfen. :unsure:
 
Da stellt sich dann natürlich die Frage, welche Qualifikation GA-Piloten eigentlich haben müssen, um einen Gegenstand mit 1t in einer Höhe von rund einem Kilometer mit 150km/h über die Köpfe anderer Menschen bewegen zu dürfen. :unsure:

Bei einer PPL(A)-Prüfung gelten folgende Werte:

Höhe: normaler Flug ±150 Fuß
bei simuliertem Triebwerksausfall (ME) ±200 Fuß

Geschwindigkeit:

Start und Landeanflug: +15 / -5 kt
alle anderen Flugzustände: ±15 kt


Steuerkurs und Einhalten einer Funkstandlinie:
normaler Flug ±10°
bei simuliertem Triebwerksausfall (ME) ±15°

Diese Werte sollte also ein Pilot auch im Normalfall fliegen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde das einen interessanten Ansatz. Als erstes stellt sich aber die Frage welche Höhe bei Vatsim überhaupt übertragen wird. Über den Transponder wird nämlich die Flugfläche, also Druckhöhe übertragen. Ich gehe mal davon aus das auch diese Höhe für die Anzeige des Verkehrs im Simulator (als Modell nicht TCAS) genutzt wird. Das heißt also, dass Flugzeug Blau und Flugzeug Grün an das Netzwerk den gleichen Wert übertragen. Da man in ihrem Simulator nach Druckhöhe fliegen. Mindestens auf Lotsenseite am Radar ist also kein Unterschied erkennbar sein und wenn die Modelle auch mit diesem Wert in den Sim eingespielt werden ist auch dort kein Unterschied erkennbar.

Das ist das was mir dazu eingefallen ist, das kann aber auch ganz großer Mist sein.
 

Michael Wellner

1024937
VFR - Moderator
Über den Transponder wird nämlich die Flugfläche, also Druckhöhe übertragen. Ich gehe mal davon aus das auch diese Höhe für die Anzeige des Verkehrs im Simulator (als Modell nicht TCAS) genutzt wird.
Also ich gebe zu, dass ich immer davon ausgegangen bin, dass schlicht die "Koordinaten" des Flugzeugs und seine "Bewegung im Raum" übertragen werden. Somit also die tatsächliche Höhe über MSL, unabhängig von der Einstellung des Transponders, des QNH am Höhenmesser oder auch des Luftdrucks bzw. der Windrichtung und der Windgeschwindigkeit im Simulator.
Es wird dabei also so gesehen die Abbildung des Fliegers auf dem Radar simuliert und nicht die Übertragung der Daten aus dem Transponder.
Ansonsten würde sich ja bei Verstellen des Luftdrucks im Flieger, oder bei Veränderung des Luftdrucks im Simulator die angezeigte Höhe des Flugzeugs beim Lotsen (und natürlich auch bei den anderen Piloten im Simulator) verändern. Ebenso sieht der Lotse das Flugzeug mit seiner Geschwindigkeit über Grund (GS) und nicht mit der im Cockpit angezeigten Geschwindigkeit (IAS) oder mit der relativen Geschwindigkeit in der umgebenen Luft (TAS) - gibt es eigentlich für "true Airspeed" einen vernünftigen deutschen Ausdruck?

Das ist das was mir dazu eingefallen ist, das kann aber auch ganz großer Mist sein.
 
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Die GS kann man relativ leicht mithilfe des Primär Radars berechnen, solange man weiß wo das Flugzeug jetzt ist und wie weit es sich in z.B. 10sek von diesem Punkt weg bewegt hat: v=s/t. Deswegen kann der GS auch bei einen Primär Ziel angezeigt werden. Ich gehe mal davon aus, dass das ES auch so macht.

Ob die bei mir dargestellten Flugzeuge nun 500ft tiefer oder höher sind, ist "nur" wichtig für das Auge. Sollte man natürlich nicht vernachlässigen aber ist aber eher an zweiter Stelle.
 
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